Festung Europa: Stille Zeugnisse der Flucht übers Meer

Der Fluchtweg für tausende Menschen Richtung Europa führt von Bodrum an der türkischen Küste über das Mittelmeer zur griechischen Insel Kos. In überfüllten Schlauchbooten treten sie in der Nacht die lebensgefährliche Fahrt über die Ägäis an. Die Utensilien ihrer Flucht nach Europa bleiben im Ferienparadies zurück. Der Fotograf Lars Berg schildert seine Erlebnisse.

Warum uns das 2016 wichtig war: Dieser multimediale Inhalt ist aus vielen journalistischen Inhalten zu einer berührenden persönlichen Audioslideshow geworden, deren Veröffentlichung mir sehr wichtig ist. Die Fotoserie von Lars Berg mit den Utensilien der Flucht ist an sich schon ein starker Inhalt. Wir baten den Fotografen, seine Gedanken zu dieser Fotoserie aufzuschreiben, mein Kollege Claudius Grigat sprach sie ein und ich schnitt und vertonte das Material zu einer Audioslideshow. Sie regt Bilder im Kopf an und hinterläßt einen Schauer auf der Haut, wenn der Fotograf über die Entdeckung neuer Fundstücke spricht und seine Empfindungen beim Fotografieren wiedergibt. Vielleicht werden die Gedanken der Betrachter neu angeregt, so dass sie die Flucht der Menschen über die Ägäis ein wenig besser nachempfinden können. Anika Kempf - Fotoredakteurin bei evangelisch.de

Dieser Beitrag wurde erstmalig am 20.6.2016 veröffentlicht.

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