Personen

Martin Hein

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Martin Hein

© epd-bild/Andreas Fischer

Bischof Martin Hein (65) ist seit dem 1. September 2000 Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Er wird am 29. September 2019 in einem Gottesdienst in der Kasseler Martinskirche in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin wird die Diakoniewissenschaftlerin Beate Hofmann.

Neben seinem Bischofsamt wirkte Hein von 2003 bis 2016 im Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen, von 2014 bis 2018 war er Mitglied im Deutschen Ethikrat. Er gilt als Experte in ethischen Fragen zu den Themen Beginn und Ende des Lebens. Hein wandte sich früh gegen Forschungen mit embryonalen Stammzellen, da dies nach seiner Auffassung nicht mit dem christlichen Menschenbild vereinbar ist. Er setzte sich wiederholt für ein Verbot kommerzieller Sterbehilfe ein.

Der in Wuppertal geborene Theologe wurde 1984 ordiniert und arbeitete bis 1989 als Pfarrer in Grebenstein (Hessen). Zuvor hatte er 1982 in Erlangen promoviert. Aus dem Pfarrdienst wechselte er als Studienleiter an das Predigerseminar in Hofgeismar, wo er bis 1994 blieb. 1995 wurde er zum Dekan des damaligen Kirchenkreises Kassel-Mitte berufen, bevor er dann im Frühjahr 2000 zum Bischof gewählt wurde. Im April 2000 hatte er sich zuvor an der Universität Kassel habilitiert. Hein ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Bischof Martin Hein
Der ehemalige Kasseler evangelische Bischof Martin Hein hat die eucharistische Gastfreundschaft gegen Kritik aus dem Vatikan verteidigt.
Martin Hein
Der frühere Kasseler Bischof Martin Hein hofft auf eine wechselseitige eucharistische Gastfreundschaft beim Abendmahl auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag 2021: Nicht die Zulassung, sondern die Ablehnung müsse theologisch begründet werden.
Gemeinsames Abendmahl möglich
Führende evangelische und katholische Theologen haben sich für die wechselseitige Teilnahme am Abendmahl ausgesprochen.
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