ÖRK-Generalsekretär beklagt Christenverfolgung

ÖRK-Generalsekretär beklagt Christenverfolgung
Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, hat die Verfolgung von Christen in der muslimischen Welt und in Teilen Afrikas beklagt.

Die Lage der Christen habe sich in vielen Regionen der Welt verschlimmert, sagte der norwegische Theologe in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Genf. Er verwies auf die Situation der Christen im Irak und in Syrien. Unter den Christen herrsche große Angst, viele seien vor Hass und Gewalt geflüchtet.


Tveit war in der vergangenen Woche als Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden. Der 53-Jährige ist seit Anfang 2010 Generalsekretär des Dachverbandes von weltweit 345 Kirchen mit rund 500 Millionen Mitgliedern.

Der Weltkirchenrat müsse "allen Menschen in Konflikten und Krisen" solidarisch zur Seite stehen, sagte Tveit zum Abschluss der Sitzung des ÖRK-Zentralausschusses am Dienstag. Das 150 Mitglieder umfassende Gremium ist das höchste Entscheidungsorgan des Weltkirchenrates zwischen den Vollversammlungen.

Tveit verurteilte ferner die Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan, in Nigeria und zwischen Israelis und Palästinensern. Der Weltkirchenrat arbeite mit seinen Mitgliedskirchen in den Regionen zusammen, um Konflikte zu entschärfen und Opfern der Gewalt zu helfen. So führten Kirchen-Vertreter Gespräche mit den Konfliktparteien des Südsudans, um sie zu einer friedlichen Lösung zu bewegen.

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