Bischof Dröge sieht Diplomatie als Lehre aus dem Ersten Weltkrieg

Bischof Dröge sieht Diplomatie als Lehre aus dem Ersten Weltkrieg
Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge sieht Besonnenheit und Gesprächsbereitschaft in der Politik als wichtige Lehren aus der Katastrophe des Ersten Weltkriegs an.

100 Jahre nach dem kriegsauslösenden Attentat von Sarajewo erinnerte Dröge am Sonntag in der Berliner Marienkirche daran, dass sich seinerzeit die Ereignisse in Europa überschlagen und gerade mal vier Wochen über Krieg und Frieden entschieden hätten.


"Umso dankbarer können wir heute sein, wenn diplomatische Kanäle in Takt bleiben, wenn Gesprächsfäden nicht abreißen", sagte Dröge in seiner Predigt. Es gelte dankbar zu sein für jeden Politiker, "der seine Worte abwägt und nicht Öl ins Feuer der Eskalation gießt", sagte der Bischof. Manchmal entschieden wenige Worte über Krieg und Frieden.

Zugleich kritisierte Dröge den wieder aufkeimenden Nationalismus in Europa. Die mahnende Stimme der Kirchen sei gefragt, "wenn sich heute in Europa hier und da nationaler Egoismus wieder breitmacht, wenn das, was in der europäischen Einigung bisher erreicht worden ist, klein geredet und verächtlich gemacht wird", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

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