Ukraine: Ärzteorganisation fordert EU zu Kooperation mit Russland auf

Ukraine: Ärzteorganisation fordert EU zu Kooperation mit Russland auf
Angesichts des Konflikts um die Ukraine hat die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW die EU zur Kooperation mit Russland aufgefordert.

Zum Abschluss ihres Jahrestreffens in Dresden appellierte die deutsche Sektion der "Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs" am Sonntag an die verschiedenen Seiten, "angesichts des bedrohlichen Machtkampfs um die politische, ökonomische und militärische Vorherrschaft in Osteuropa alle militärischen Drohgebärden zu beenden". Stattdessen müsse die Suche nach einem politischem Ausgleich vorangetrieben werden. Dabei sollten die sozialen und kulturellen Ansprüche der Bevölkerung sowie deren berechtigte Sicherheitsbedürfnisse berücksichtigt werden, heißt es in einer Erklärung.


Gast des IPPNW-Jahrestreffens war den Angaben zufolge unter anderem Roman Dolgov von der russischen Sektion der Ärzteorganisation und Greenpeace-Aktivist, der im vergangenen Jahr nach einer Protestaktion in Russland inhaftiert worden war. Dolgov warb für einen Dialog mit russischen Entscheidungsträgern. Der Prozess nuklearer Abrüstung sei hochgefährdet. Abkommen und Verträge zur Zusammenarbeit zwischen EU und Russland zur nuklearen Sicherheit seien von dem Konflikt betroffen.

Die rund 90 IPPNW-Delegierten forderten außerdem deutsche Banken auf, die Investition in Herstellerfirmen von Atomwaffenkomponenten oder -trägersystemen zu unterlassen oder zu beenden. IPPNW-Angaben zufolge sind mindestens acht deutsche Finanzinstitute mit insgesamt knapp 7,6 Milliarden Euro an der Finanzierung von Atomwaffenherstellern beteiligt, darunter die Deutsche Bank, die Commerzbank und der Allianz-Versicherungskonzern.

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