Indonesien wählt ein neues Parlament

Indonesien wählt ein neues Parlament
In Indonesien haben am Mittwochmorgen die Parlamentswahlen begonnen.

Es sind die vierten freien Wahlen im größten muslimischen Land der Welt seit dem Ende der Suharto-Diktatur 1998. Knapp 190 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. 


Trotz günstiger Wirtschaftsentwicklung muss die regierende Demokratische Partei mit Stimmenverlusten rechnen. Die Popularität von Staats- und Regierungschef Susilo Bambang Yudhoyono hat durch Korruptionsskandale gelitten. In den Umfragen liegt die oppositionelle "Demokratische Partei des Kampfes" vorn. Die Abstimmung gilt auch als Stimmungstest für die Präsidentenwahl im Juli, bei der Yudhoyono nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf.

Fast 90 Prozent der 250 Millionen Indonesier sind Muslime. Rund zehn Prozent sind Christen, zumeist Protestanten. In den vergangenen Jahren häuften sich in Indonesien Übergriffe auf religiöse Minderheiten, vor allem auf die islamische Strömung der Ahmadiyyas.

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