Ruhrbischof: Kirche braucht nach Tebartz Vertrauen und Transparenz

Franz-Peter Tebartz-van Elst

Foto: dpa/Boris Roessler

Ruhrbischof: Kirche braucht nach Tebartz Vertrauen und Transparenz
Nach dem Amtsverzicht des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst muss sich die katholische Kirche nach Ansicht von Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck verstärkt um Vertrauen und Transparenz bemühen.

"Nur so können wir als Kirche glaubwürdig sein", sagte Overbeck dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagsausgabe). "Wir müssen auch prüfen, ob unsere Strukturen hier in allem adäquat und zeitgemäß sind."


Er hoffe nun, "dass alle ihren Beitrag zur Befriedung und zum Neuanfang leisten", betonte der Essener Bischof. "Dazu gehört der Verzicht auf Schuldzuweisungen, die nicht auflösbar sind."

Der bisherige Interimsverwalter des Bistums, Wolfgang Rösch, warb dafür, Tebartz eine "angemessene Form der Verabschiedung zu ermöglichen". Für Häme gebe es keinen Anlass, sagte Rösch der Zeitung. Er nehme "dankbar und mit großem Respekt" zur Kenntnis, dass Tebartz durch sein Rücktrittsangebot dem Papst die Entscheidung über eine Absetzung abgenommen habe.

Der 54-jährige Tebartz-van Elst war nach heftiger öffentlicher Kritik an den explodierenden Baukosten für seine Residenz und seinem autoritären Führungsstil bereits im Oktober von Papst Franziskus beurlaubt worden. Das Bistum Limburg wird jetzt vom bisherigen Paderborner Weihbischof Manfred Grothe (74) verwaltet. Er leitete die von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Kommission, die die Finanzierung der Bauprojekte auf dem Limburger Domberg überprüfte.

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