FDP kritisiert Bereitschaft zu mehr militärischem Engagement

FDP kritisiert Bereitschaft zu mehr militärischem Engagement
Während Bundespräsident Gauck für ein stärkeres Eingreifen Deutschlands plädiert, kritisiert die FDP die Rede: Deutschland müsse mehr auf diplomatische Mittel setzen.

FDP-Chef Christian Lindner hat die Debatte über ein stärkeres militärisches Engagement Deutschlands kritisiert. "Es ist keine Zurückhaltung, wenn Deutschland weiter stärker auf diplomatische als auf militärische Mittel setzt", sagte Lindner der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Er sehe in einer europäischen Außen- und Sicherheitspolitik mehr Nutzen als in einer pauschal geführten Debatte über ein größeres Engagement der Bundeswehr, "die bereits an ihrer Belastungsgrenze operiert".

Bundespräsident Joachim Gauck hatte am Freitag auf der Münchner Sicherheitskonferenz gefordert, Deutschland sollte international mehr Verantwortung übernehmen und sich "als guter Partner früher, entschiedener und substanzieller einbringen". Auch der Einsatz von Soldaten könne erforderlich sein. Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte dazu aufgerufen, sich bei internationalen Konflikten stärker zu engagieren. Unter anderem will sie den Bundeswehr-Einsatz im westafrikanischen Mali ausweiten.

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