Erneut Explosionen in Thailands Hauptstadt Bangkok

Erneut Explosionen in Thailands Hauptstadt Bangkok
In Thailands Hauptstadt Bangkok wächst die Gewalt: Bei anhaltenden Protesten gegen die Regierung wurden Dutzende Menschen durch einen Sprengstoffanschlag verletzt.

Wie das medizinische Notfallzentrum Erawan am Sonntag meldete, wurden mindestens 28 Menschen in Krankenhäuser gebracht, darunter sieben Schwerverletzte. In der Nacht zuvor waren Schüsse auf ein Lager der regierungsfeindlichen Demonstranten abgegeben worden. Ein Wachmann der Protestbewegung wurde dabei schwer verletzt.

Erst am Freitag hatte es während eines Protestzuges eine Explosion gegeben, bei der ein Regierungsgegner getötet und mehr als 30 Menschen verletzt worden waren. Wer für die Attentate verantwortlich ist, ist noch unklar. Die Straßendemonstrationen gegen die Regierung von Premierministerin Yingluck Shinwatra dauern bereits seit über zwei Monaten an. In deren Folge kam es wiederholt zu Schießereien und Detonationen. Seitdem wurden nach offiziellen Angaben mindestens neun Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt.

Neuwahlen ausgerufen

Angesichts der Massenkundgebungen hatte Premierministerin Yingluck Shinawatra am 9. Dezember das Parlament aufgelöst und Neuwahlen ausgerufen. Protestführer Suthep Thaugsuban lehnt jedoch eine Auflösung des Parlaments und Neuwahlen ab. Stattdessen fordern er und seine Unterstützer ein Ende des "Thaksin-Regimes". Sie halten Yingluck für eine Marionette ihres Bruders Thaksin Shinawatra. Der einstige Regierungschef war 2006 vom Militär gestürzt worden.

Anstelle der jetzigen Regierung will Suthep einen nicht gewählten Volksrat einsetzen. Derzeit setzt die Protestbewegung alles daran, um die für den 2. Februar geplanten Neuwahlen zu sabotieren. Premierministerin Yingluck hat wiederholt erklärt, dass sie am geplanten Wahltermin festhalte.

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