Demokratiemeile gegen Neonazis in Magdeburg

Demokratiemeile gegen Neonazis in Magdeburg
In Magdeburg haben am Samstag tausende Demonstranten gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen protestiert.

Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Detlef Gürth (CDU) rief zum Auftakt dazu auf, Rechtsextremisten "keinen Fußbreit Platz" zu geben. Ihnen müsse von der demokratischen Gesellschaft das Motto "bunt statt braun" und "Vielfalt statt Einfalt" entgegengestellt werden. Bei der "Meile der Demokratie" wurde mit gut 10.000 Besuchern gerechnet. Anlass für die Aktion war ein von Rechtsextremisten angemeldeter "Gedenkmarsch" zum 69. Jahrestag des schweren Bombenangriffs 1945, zu dem sich zunächst mehrere hundert Teilnehmer im Stadtgebiet östlich der Elbe sammelten.

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) warf den Neonazis vor, mit ihrem "menschenverachtenden Ungeist" die Menschen manipulieren zu wollen. Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) betonte, dass die Zivilgesellschaft nicht wegschauen dürfe, wenn rechtsorientierte und rassistische Stammtischparolen im persönlichen Umfeld laut würden.

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