Kirchlicher Beistand für deutsche Wintersportler in Sotschi

Kirchlicher Beistand für deutsche Wintersportler in Sotschi
Für die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen und den Paralympics im nächsten Monat im russischen Sotschi gibt es kirchlichen Beistand. Die katholische und die evangelische Kirche stellten am Mittwoch eine Schrift mit biblischen Texten, Gebeten und Meditationen vor, die als "geistliches Trainingsbuch" den Wettkämpfern dienen soll.

Das Heft wird den deutschen Teilnehmern an den Olympischen Spielen, die vom 7. bis 23. Februar ausgetragen werden, bei der Einkleidung des Teams im bayerischen Erding überreicht.

Begleitet wird die Mannschaft in Sotschi von dem katholischen Pfarrer Thomas Nonte und dessen evangelischem Kollegen Thomas Weber. Die Athleten sollten wissen, "dass wir Olympiapfarrer für sie da sind", versicherte Weber. Dazu gehörten Gottesdienste und Angebote für vertrauliche Gespräche. Im sportlichen Alltag gebe es die unterschiedlichsten Ratschläge für das Trainingsprogramm gerade in der entscheidenden Wettkampfphase, ergänzte sein katholischer Kollege Nonte. Er empfehle den Sportlern, auch für die eigene Seele zu sorgen.

"Olympische Spiele und Paralympics möchten ihrer Idee nach zu einer friedlichen Gesellschaft und zur Wahrung der Menschenwürde beitragen", schreiben der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, im Vorwort der Schrift. Die Herabsetzung von Menschen aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder aus anderen Gründen sei mit den Prinzipien des Sports nicht vereinbar. Das Impulsheft "Mittendrin" wolle den Wintersportlern helfen, im Trubel von Training und Wettkampf, ein inneres Gleichgewicht zu finden, schreiben Schneider und Zollitsch.