Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" wird neu aufgelegt

Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" wird neu aufgelegt
Zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren werden Werke des Schriftstellers Erich Maria Remarque 2014 neu aufgelegt. Dazu gehörten zwei Sonderausgaben des Antikriegsromans "Im Westen nichts Neues", sagte der Leiter des Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrums in Osnabrück, Thomas Schneider, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Kölner Verlag Kiepenheuer und Witsch versehe das Buch mit einem Nachwort und kritischen Erläuterungen.

Zudem würden auch Remarques Romane "Der Weg zurück" und "Drei Kameraden" neu aufgelegt. Unter dem Titel "Der Feind" sollen zehn Erzählungen zum Ersten Weltkrieg gebündelt werden. Im Splitter-Verlag Bielefeld werde im Frühjahr eine "Graphic Novel" von "Im Westen nichts Neues" erscheinen. Der Künstler Peter Eickmeyer aus Melle hat den Roman in 60 Bildern illustriert. Diese sollen vom 17. April an auch als Ausstellung im Remarque-Zentrum zu sehen sein.

Schneider: Remarque schrieb über "einen sinnlosen Krieg"

Mit dem 1929 erstmals erschienen Roman "Im Westen nichts Neues" begründete der gebürtige Osnabrücker Remarque (1898-1970) seinen Weltruhm. In seinen Werken verarbeitete er eigene Kriegserlebnisse sowie Erfahrungen von Freunden und Bekannten. Remarque habe geschrieben über "einen sinnlosen Krieg, einen Krieg der niemandem nützte, und jungen Menschen ihr Leben und ihre Jugend nahm", erläuterte Schneider.

1933 wurden Remarques Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt. 1932 hatte er Deutschland verlassen, 1938 wurde er ausgebürgert. Er lebte danach in den USA und der Schweiz. "Im Westen nichts Neues" wurde in mehr als 120 Sprachen übersetzt. Das Gedenkjahr solle zu einer neuen, differenzierteren Sicht auf den Ersten Weltkrieg beitragen, sagte Schneider. Eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema sei vor allem in Schulen dringend notwendig.

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