Theologe: Geschichte der Glaubensbekenntnisse muss neu geschrieben werden

Theologe: Geschichte der Glaubensbekenntnisse muss neu geschrieben werden
Die Geschichte der christlichen Glaubensbekenntnisse muss nach Ansicht des Bonner Kirchenhistorikers Wolfram Kinzig neu geschrieben werden.

Die Forschung eröffne neue Zugänge im Hinblick auf Entstehung der frühchristlichen Bekenntnisse. So zeigten neuere Untersuchungen, dass "manche frühere Textedition erhebliche Fehler aufweist".

Glaubensbekenntnis eine "Spezialität des Christentums"

Glaubensbekenntnisse seien als Zusammenfassung theologischer Fragen "eine Spezialität des Christentums", sagte der Professor, der sich mit Entstehung und Bedeutung dieser Texte befasst. Sie seien in den ersten Jahrhunderten nach Christus in einem langen und komplizierten Prozess entstanden. "Wer die Glaubensbekenntnisse versteht, weiß, wie Christen ticken", sagte Kinzig.

Der evangelische Theologe und Historiker Kinzig will nun in einem zweijährigen Forschungsprojekt ein neues, als Standardwerk geplantes Fachbuch zu Glaubensbekenntnissen ausarbeiten. Finanziert wird das Projekt mit 200.000 Euro aus dem Förderprogramm "Opus Magnum" der Volkswagen-Stiftung.

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