Berufsschüler aus Kempen demonstrieren für Liu Xiaobo

Berufsschüler aus Kempen demonstrieren für Liu Xiaobo
Rund 260 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Kempen wollen an diesem Dienstag in Berlin für die Freilassung des chinesischen Dissidenten und Menschenrechtlers Liu Xiaobo demonstrieren.

Die Schüler des Rhein-Maas-Berufskollegs und ihr Lehrer, Pfarrer Roland Kühne, setzen sich schon seit Jahren für Liu Xiaobo ein. Unter anderem hatten sie auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag im Hamburg einen Techno-Gottesdienst für den inhaftierten Menschenrechtler veranstaltet. Ihr Engagement ist aus einem Projekt im Religionsunterricht heraus entstanden.

Die Demo an diesem Dienstag, dem Tag der Menschenrechte, ist für die Zeit von 11 bis 13 Uhr geplant, parallel zur Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo. Liu Xiaobo selbst hat den Friedensnobelpreis im Jahr 2010 bekommen, konnte ihn aber aufgrund seiner Haft nicht entgegennehmen. 

Die Schüler wollen vor der chinesischen Botschaft die Menschenrechte sowie Reden und Texte Liu Xiaobos und die Charta 08, ein Manifest für die Demokratisierung Chinas, vorlesen. Dabei hoffen sie auf Unterstützung: "Wir wollen Menschen aus Politik, Kirche und Kultur die Möglichkeit bieten, ihre Stimmen für die Menschenrechte und die Freilassung Liu Xiaobos zu erheben", so Pfarrer Kühne.