Afrikanische Flüchtlinge in Frankfurt ziehen um

Afrikanische Flüchtlinge in Frankfurt ziehen um
Die 22 afrikanischen Flüchtlinge, die zurzeit in der Frankfurter Kirche Cantate Domino in der Nordweststadt wohnen, können nächste Woche in eine bessere Bleibe umziehen.

Die Männer bekommen die Möglichkeit, in der leer stehenden und entwidmeten Gutleutkirche im südlichen Stadtzentrum zu übernachten. Darauf haben sich Vertreter der unterstützenden Gemeinden und des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt am Freitag an einem runden Tisch verständigt. Die Gutleutkirche biete bessere Versorgungsmöglichkeiten in der Umgebung: Von dort aus könnten die Männer in umliegenden Obdachloseneinrichtungen essen, Wäsche waschen und duschen.

Der Kirchsaal der Gemeinde Cantate Domino in der Nordweststadt, wo die Flüchtlinge momentan übernachten, ist aus Sicht von Pfarrerin Sabine Fröhlich nicht zum Wohnen geeignet. Dort waren die 22 Männer am Sonntagabend in einer gemeinschaftlichen Aktion von fünf evangelischen Kirchengemeinden spontan aufgenommen worden.

Der Evangelische Regionalverband will den 22 Afrikanern eine verfahrensrechtliche und psychosoziale Beratung anbieten. Einig waren sich die Beteiligten des runden Tisches, dass nach längerfristigen Perspektiven für die Männer gesucht werden müsse.

Die Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes, Pfarrerin Esther Gebhardt, geht jedoch davon aus, dass es sich bei den 22 Afrikanern nur "um die Spitze eines Eisbergs" handelt. Die Flüchtlingsfrage komme immer drängender, die Stadt müsse hier Zeichen setzen, die Bundesregierung sei gefragt und auf europäischer Ebene müsse sich damit befasst werden, forderte Gebhardt.
 

Spendenkonto für die Versorgung der Flüchtlinge:

Rentamt im ERV
Konto: 406899
BLZ: 50050201
Frankfurter Sparkasse 1822
Stichwort: "Flüchtlinge in Cantate"