Preisträgerin des katholischen Medienpreises spendet Preisgeld an Abtreibungsbefürworter

Preisträgerin des katholischen Medienpreises spendet Preisgeld an Abtreibungsbefürworter
Lara Fritzsche, Preisträgerin des katholischen Medienpreises, schlägt Wellen: Sie hat ihr Preisgeld an eine Organisation von Abtreibungsbefürwortern gespendet.

Die Preisträgerin des Katholischen Medienpreises 2013, Lara Katharina Fritzsche, hat die 5.000 Euro Preisgeld an das "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" gespendet. Die Organisation setzt sich unter anderem für eine rezeptfreie "Pille danach" und die Streichung des "Abtreibungsparagrafen" §218 ein. Das Bündnis versteht sich als Gegenbewegung zu Abtreibungsgegnern und dem sogenannten "Marsch für das Leben", der jährlich in Berlin stattfindet.

In einer Pressemitteilung des "Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung" wird Fritzsche mit den Worten zitiert: " Als Frau ärgere ich mich einfach zu oft über die katholische Kirche." Sie finde, "dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden können sollten – mit allen Konsequenzen." Unter anderem die Vorfälle um ein Vergewaltigungsopfer, das im Januar 2013 von zwei katholischen Kliniken abgewiesen wurde, hätten ihre Entscheidung beeinflusst.

Der katholische Publizist Andreas Püttmann kritisierte in einem offenen Brief auf kath.net die Spende als "Affront gegen den Preisstifter". Der Preis wird von der Deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten und dem Katholischen Medienverband vergeben.

Lara Fritzsche hatte den katholischen Medienpreis für ihren Beitrag "Das Leben nach dem Tod in Utøya" im Zeit-Magazin vom Juli 2012 bekommen. Sie hatte eine 18-Jährige begleitet, die um eine bei dem Massaker auf Utøya erschossene Freundin trauerte.