Kirchenpräsident Jung fordert mehr Gewicht für Integrationspolitik

Kirchenpräsident Jung fordert mehr Gewicht für Integrationspolitik
Die künftige Bundesregierung muss Fragen von Migration und Integration nach Ansicht des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung mehr Bedeutung beimessen als bisher.

Ob das in einem besonderen Integrationsministerium geschehe oder "Querschnittsaufgabe" mehrerer Ressorts sei, betrachte er als zweitrangig, sagte der Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Es sei eine "große Herausforderung, Migrationspolitik nicht nur in der Bundesregierung in Berlin, sondern auch auf Landesebene und in den Kommunen zu verankern", sagte Jung, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. Moderne Migrationspolitik müsse sich stärker als bisher "am Sozialraum der Menschen orientieren", um deren Eingliederung zu fördern.

Für ein eigenes Integrationsministerium macht sich seit Jahren die derzeitige Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer (CDU) stark. Baden-Württemberg hat bereits ein eigenständiges Integrationsministerium, in Hessen firmiert es als Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, Niedersachen hat das Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, in Nordrhein-Westfalen gibt es das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales.

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