Strafprozess gegen Kenias Vizepräsident in Den Haag eröffnet

Strafprozess gegen Kenias Vizepräsident in Den Haag eröffnet
Vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag hat am Dienstag der mit Spannung erwartete Prozess gegen Kenias Vizepräsident William Ruto begonnen.

Der 46-Jährige muss sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Er soll nach den Wahlen 2007 an den ethnisch gefärbten Unruhen in Kenia beteiligt gewesen sein.

Bei den Gewalttaten waren mehr als 1.100 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben worden. Es ist das erste Mal, dass ein amtierender Regierungspolitiker vor dem Weltstrafgericht steht, das 2002 seine Arbeit aufgenommen hat. Mitangeklagt ist der ehemalige kenianische Radiomoderator Joshua Arap Sang.

Der Prozess ist umstritten. Der Anwalt von Vizepräsident Ruto kritisierte die Ermittlungen als fehlerhaft und die Anklage als falsch. Chefanklägerin Fatou Bensouda zeigte sich überzeugt, dass das Verfahren fair verläuft. Sie kritisierte Versuche, Zeugen in Kenia einzuschüchtern.

Im November soll auch dem kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta wegen der möglichen Verwicklung in die Gewalttaten von 2007 und 2008 der Prozess gemacht werden.

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