Jahresbericht: Stabiles Spendenaufkommen bei "Brot für die Welt"

Jahresbericht: Stabiles Spendenaufkommen bei "Brot für die Welt"
Die evangelische Entwicklungsorganisation "Brot für die Welt" rechnet mit stabilen Einnahmen für die weltweite Arbeit in den kommenden Jahren.

Das Spendenaufkommen betrug 2012 etwa 55 Millionen Euro und blieb damit auf dem Niveau des vergangenen Jahrzehnts, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Jahresbericht hervorgeht. Auch bei den staatlichen Zuwendungen und den Mitteln aus Kirchensteuern zeichneten sich keine Verschlechterungen ab, sagte Finanzvorstand Tilman Henke.

Der Jahresbericht 2012 ist der erste nach der Fusion von "Brot für die Welt" mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem Umzug nach Berlin. Für die Arbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika und im Nahen Osten erhielt die Organisation rund 123 Millionen Euro vom Bund, vorwiegend vom Entwicklungsministerium, und 51 Millionen Euro aus Kirchensteuern.

Die evangelische Entwicklungsorganisation erwartet von der künftigen Bundesregierung weitere Anstrengungen im Kampf gegen die Armut auf der Welt. Vorstandsmitglied Claudia Warning sagte am Mittwoch in Berlin, politische Entscheidungen in Deutschland müssten daraufhin überprüft werden, wie sie sich auf die Ärmsten in der Welt auswirken.

Warning sprach sich für den Fortbestand des Entwicklungsministeriums aus. Zu jeder Bundestagswahl werde darüber diskutiert, kritisierte sie. Das Ministerium sei aber unverzichtbar als "die Stimme der Armen am Kabinettstisch".

"Brot für die Welt" rechnet weiterhin mit stabilen Einnahmen für die weltweite Arbeit in den kommenden Jahren. Das Spendenaufkommen betrug im vorigen Jahr 55,2 Millionen Euro und blieb damit auf dem Niveau des vergangenen Jahrzehnts, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht. Nur im Jahr 2010 stiegen die Spenden wegen des Tsunamis in Japan auf 62 Millionen Euro.

Die Organisation unterstützte 2012 Projekte in über 90 Ländern mit insgesamt knapp 235 Millionen Euro. Im Mittelpunkt standen die Bekämpfung des Hungers, Wasserversorgung, Bildung, Gesundheit und Konfliktprävention sowie das Engagement für Land- und Menschenrechte. 150 Fachkräfte waren im Einsatz.

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