Klimawandel: Schleswig-Holstein verstärkt Deiche

Klimawandel: Schleswig-Holstein verstärkt Deiche
Angesichts des Klimawandels werden in Schleswig-Holstein die Deiche ausgebaut.

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) erteilte am Montag den Auftrag für die Verstärkung des Landesschutzdeiches auf der Nordsee-Halbinsel Nordstrand. Es ist der erste Deich, bei dem das neue "Klimaprofil" umgesetzt wird. Insgesamt wird der Wall auf einer Länge von 2,5 Kilometern für rund 20,6 Millionen Euro verstärkt, teilte Habeck mit. Die Bauarbeiten sollen nach der Sturmflutsaison im Frühjahr beginnen und 2015 abgeschlossen sein.

Auf rund zwei Kilometer Länge wird die Deichkrone um 70 Zentimeter auf 8,70 Meter erhöht. Zudem wird der Deich von 2,5 auf 5 Meter verbreitert. "Sollte der Meeresspiegel stärker als nach den derzeitigen Klimaprojektionen steigen, können spätere Generationen dem Deich kurzfristig und mit geringen Kosten eine Kappe aufsetzen", erklärte Habeck.

Gelder kommen von Bund, EU und Land

In diesem Jahr wird die Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW voraussichtlich 66,8 Millionen Euro für den Küstenschutz ausgeben. Die Gelder kommen vom Bund, der Europäischen Union und vom Land. Weitere große Maßnahmen sind die Verstärkungen des Mövenbergdeiches auf der Insel Sylt und des Landesschutzdeiches vor Büsum. Auf Sylt sind zudem Sandaufspülungen vorgesehen. Die Deichverstärkungen in Brunsbüttel Altenhafen und Dahme-Rosenfelde sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.
 

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