Rotes Kreuz bereitet sich auf Giftgasangriffe der syrischen Armee vor

Rotes Kreuz bereitet sich auf Giftgasangriffe der syrischen Armee vor
Das Rote Kreuz bereitet sich auf mögliche Giftgasangriffe der syrischen Armee in dem Bürgerkrieg des Landes vor.

Man habe medizinische Notfallpläne für Angriffe mit chemischen Waffen auf die Opposition und die Bevölkerung ausgearbeitet, sagte der stellvertretende Direktor der Hilfsoperationen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Régis Savioz, am Donnerstag in Genf.

Er räumte ein, dass die Kapazitäten des IKRK für die Opferhilfe begrenzt seien. Großflächige Angriffe mit chemischen Waffen würden jede Hilfsorganisation überfordern, sagte Savioz. Giftgas kann besonders schnell zum Tod führen. Das Rote Kreuz und der syrische Rote Halbmond sind die größten Anbieter von humanitärer Hilfe im Syrien-Konflikt.

US-Präsident Barack Obama hatte die syrische Führung um Präsident Baschar al-Assad wiederholt vor einem Einsatz von chemischen oder biologischen Waffen im Kampf gegen die bewaffnete Opposition gewarnt. Das Assad-Regime beteuerte, dass man Angriffe mit den Waffen nicht in Erwägung ziehe. Syrien unterhält nach Schätzungen von Experten eines der größten Arsenale an chemischen Waffen weltweit. Das Regime habe auch Zugriff auf biologische Waffen. Assad versucht seit März 2011, einen Volksaufstand mit Gewalt niederzuschlagen. Zehntausende Menschen starben bislang in dem Konflikt.

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