3000 Unterschriften für eine andere Wirtschaftsordnung

3000 Unterschriften für eine andere Wirtschaftsordnung
Die Initiative "anders wachsen" in Sachsen hat am Sonntag 3000 Unterschriften an den stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), den sächsischen Landesbischof Jochen Bohl, übergeben.

Die Unterzeichner fordern den Rat und die Synode der EKD auf, "der falschen Vorstellung vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum zu widersprechen, von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein Ende des Zwangs zum Wirtschaftswachstum zu fordern und dazu eine breite Öffentlichkeitskampagne durchzuführen".

Jochen Bohl nahm die Unterschriften am Rande eines Gottesdienstes zur Eröffnung der sächsischen Kampagne „Brot für die Welt“ entgegen. Der Landesbischof würdigte das Engagement von "anders wachsen" und sagte, er sei "stolz darüber, dass es eine sächsische Initiative ist". Der Rat der EKD stehe der Sache sehr aufgeschlossen gegenüber. Spätestens im nächsten Themenjahr der Lutherdekade, "Reformation und Politik", werde das Thema eine besondere Rolle spielen.

"anders wachsen" werde nun darüber wachen, welche konkreten Schritte die EKD unternimmt, um sich für eine andere Wirtschaftsordnung einzusetzen, sagte Christine Müller vom Initiativkreis gegenüber evangelisch.de. Zu den Unterstützerinnen der Initiative gehören unter anderem die Theologin Margot Käßmann und die Präses der EKD-Synode Katrin Göring-Eckardt.