Streit um "Pussy Riot"-Nominierung für Luther-Preis geht weiter

Streit um "Pussy Riot"-Nominierung für Luther-Preis geht weiter
Die Nominierung der Band "Pussy Riot" für den Luther-Preis "Das unerschrockene Wort" durch die Lutherstadt Wittenberg sorgt weiter für Wirbel.

Am Montag zog die Stadt Magdeburg die Nominierung der früheren Superintendentin Waltraut Zachhuber zurück. Zachhuber habe Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) um den Rückzug "wegen der öffentlichen Debatten um den Preis und mögliche Preisträger" gebeten, teilte die Stadtverwaltung mit. Trümper habe dem Ansinnen entsprochen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der 16 Lutherstädte wird im April 2013 in Luthers Geburtsort Eisleben verliehen. Der Preisträger soll am Samstag in Eisleben ausgewählt werden.

Die Nominierung der russischen Punkrock-Gruppe "Pussy Riot" hatte eine bundesweite Diskussion ausgelöst. Die Musikerinnen hatten Anfang 2012 mit einem "Punkgebet" in der Hauptkirche der Orthodoxie in Moskau gegen Wladimir Putin und die Verquickung von Kirche und Politik in Russland demonstriert. Kritiker werfen der Band vor, die religiösen Gefühle der Gläubigen in Russland verletzt zu haben. Zwei der "Pussy Riot"-Musikerinnen wurden zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Vorgeschlagen für den Preis sind zudem der ehemalige sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Michael Beleites, und die Regensburger Gastronomen-Initiative "Keine Bedienung für Nazis".

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