Wirbelsturm: Diakonie will Haiti und Kuba helfen

Wirbelsturm: Diakonie will Haiti und Kuba helfen
Nach dem Hurrikan Sandy ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zur Unterstützung für die Opfer des Wirbelsturms in Haiti und Kuba auf.

Teams des evangelischen Hilfswerks sind bereits in der Region, um die Menschen bei der Bewältigung der Ernteausfälle und der Reparatur ihrer Häuser zu unterstützen. Zur Soforthilfe stellt die Diakonie Katastrophenhilfe 50.000 Euro bereit.

Gerade in Haiti sei schnelle Hilfe enorm wichtig, sagte Martin Kessler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. "Der letzte Sturm ist erst zwei Monate her, viele Menschen haben noch kein Dach über dem Kopf." Die 600 sturm- und erdbebenfesten Häuser, in den vergangenen Monaten errichtet von der Diakonie Katastrophenhilfe, überstanden den Wirbelsturm unbeschädigt.

So schnell wie möglich Häuser aufbauen

Es waren die Ausläufer des Wirbelsturms, die Haiti trafen. Doch die Menschen seien nach dem Wirbelsturm Isaac und dem Erdbeben in 2010 bei solchen Katastrophen besonders gefährdet, berichtet Kessler. In Haiti suche die Diakonie Katastrophenhilfe jetzt mit ihren örtlichen Partnern Familien, die den größten Hilfsbedarf haben. Die Fachleute wollen so schnell wie möglich mit dem Wiederaufbau zerstörter Häuser beginnen.

In Kuba hatte Sandy in den vergangenen Tagen ebenfalls große Schäden angerichtet. Vor allem die Provinzen Santiago, Guantanamo und Holguin wurden verwüstet. Allein in Santiago beschädigte der Hurrikan nach Angaben der Diakonie Katastrophenhilfe rund 130.000 Häuser. In der Provinz Guantanamo habe der Sturm rund 5.000 Hektar Ackerboden verwüstete; mehr als 12.000 Tonnen Nahrungsmitteln seien vernichtet worden.