Ex-Verfassungsrichter Di Fabio: Religionen wichtig für Werteordnung

Ex-Verfassungsrichter Di Fabio: Religionen wichtig für Werteordnung
Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio hat die Bedeutung der Kirchen und Religionen für die Gesellschaft hervorgehoben.

 "Die religiösen Gemeinschaften sind ein zentrales Element für eine freiheitsgerechte Werteordnung, die eine Gesellschaft zusammenhalten", sagte der Jurist am Sonntagabend in Duisburg. Er sprach in der Salvatorkirche über das Thema "Werte in der Krise - Was hält die Gesellschaft zusammen?".

Damit eine Gesellschaft funktionieren könne, müsse ein Mindestmaß an gemeinsamen Werten bestehen, betonte Di Fabio. Dafür seien die zehn Gebote eine solide Grundlage. "Es geht um die Achtung des Anderen. Dies sind Leitwerte einer freien Gesellschaft", sagte der gebürtige Duisburger. Religiöse Gemeinschaften sind nach seinen Worten auch Orte, an denen etwas Neues wachsen könne. Der frühere Bundesrichter erinnerte an den friedlichen Wandel in der DDR, bei dem die Kirchen eine besondere Bedeutung gehabt hätten.

In "Kanzelreden" in der Duisburger Salvatorkirche sprechen seit 2010 Prominente aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Religion über wichtige Gesellschaftsfragen.

Meldungen

Top Meldung
 Susanne Breit-Keßler
Sich um Arme, Fremde, Kranke, Sterbende und Gefangene zu kümmern, müsse in einer Familie selbstverständlich sein, "auch in einer weltweiten", sagte Susanne Breit-Keßler laut Redemanuskript am Sonntag in der Münchner Lukaskirche, wo sie in den Ruhestand verabschiedet wurde.