Bundesregierung und Amnesty begrüßen Urteil gegen Taylor

Bundesregierung und Amnesty begrüßen Urteil gegen Taylor
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), wertet die Verurteilung von Liberias Ex-Diktator Charles Taylor (64) als wichtiges Signal.

Den Opfern des Bürgerkrieges in Sierra Leone werde signalisiert: "Euer Leid ist nicht vergessen", erklärte Löning am Mittwoch in Berlin. Die Verurteilung Taylors zu 50 Jahren Haft erfülle ihn mit Genugtuung. Den Tätern werde signalisiert, dass sie nicht mit Straflosigkeit rechnen könnten.

Taylor war von einem Sondergericht in den Niederlanden der Beihilfe und Anstiftung von Kriegsverbrechen im Nachbarland Sierra Leone Ende der 90er Jahre für schuldig befunden worden. Am Mittwoch wurde das Strafmaß verkündet.

Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International begrüßte den Richterspruch. Das Taylor-Urteil zeige, "dass ehemalige Staatschefs sich nicht immun wähnen können vor der internationalen Justiz", sagte Amnesty-Sprecher Ferdinand Muggenthaler in Berlin. Seine Organisation setzt sich dafür ein, dass Taylor auch wegen in Liberia begangener Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wird.

Das von den Vereinten Nationen unterstützte Sondergericht, das aus Sicherheitsgründen bei Den Haag tagte, hatte Taylor im April wegen Gräueltaten in Sierra Leone schuldig gesprochen. Dort hat er nach Auffassung des Gerichts Rebellen zu Terrorakten angestiftet und mit Waffen im Tausch gegen Diamanten versorgt. Wenn das Urteil rechtskräftig ist, muss er seine Strafe in einem britischen Gefängnis verbüßen.

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