"Maria 2.0" verlangt Teilnahme bei synodalem Prozess

Frauenbewegung "Maria 2.0" demonstriert

© epd-bild/Peter Juelich

Die fehlende Gleichberechtigung von Frauen sei ein Hindernis für die katholische Kirche in der modernen Welt, bemängelt die Bewegung "Maria 2.0" nicht erst anlässlich der kommenden Konferenz in Prag. (Archivbild)

Gleiches Recht für Frauen
"Maria 2.0" verlangt Teilnahme bei synodalem Prozess
Die katholische Frauenrechtsbewegung "Maria 2.0 Deutschland" fordert die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen und Laien an der europäischen synodalen Sitzung in Prag.

Für die überwiegende Mehrheit der Katholikinnen und Katholiken sei es nicht mehr nachvollziehbar, dass die Hälfte der Menschheit aufgrund ihres Geschlechts von den Ämtern in der Kirche ausgeschlossen werde, kritisiert die Organisation mit Sitz im Bistum Münster am Montag in einem Offenen Brief.

Zwischen dem 5. und dem 12. Februar treffen sich in Prag Delegierte der Bischofskonferenzen aus Europa zur sogenannten kontinentalen europäischen Phase des weltweiten synodalen Prozesses. Sie ist Teil der Weltsynode, die Papst Franziskus im Jahr 2021 ausgerufen hat und die 2024 enden soll.

Kirchenmitglieder würden bei diesem Entscheidungsprozess nicht ausreichend einbezogen, bemängelt "Maria 2.0". Wenn die Gläubigen nur befragt würden, am Ende aber die Kleriker entschieden, was für das "Volk Gottes" gut sei, werde der Prozess zur Farce.

Die fehlende Gleichberechtigung von Frauen sei ein Hindernis für die katholische Kirche in der modernen Welt. Diese Erkenntnis werde aber "von leitenden vatikanischen Kardinälen und einigen reformresistenten deutschen Bischöfen machtbewusst bekämpft", heißt es in dem Schreiben.

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