Ukraine-Krieg entspringt "Wahn eines Despoten"

Kurschus und Bätzing

© epd-bild/Harald Oppitz/KNA

Beide christlichen Kirchen solidarisieren sich mit der Ukraine: EKD-Ratsvorsitzende Kurschus und der katholische Bischof Bätzing beziehen zum bevorstehenden Volkstrauertag eine klare Position.

Botschaft von Kurschus und Bätzing
Ukraine-Krieg entspringt "Wahn eines Despoten"
Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland haben mit einer klaren Botschaft zum Volkstrauertag ihre Solidarität mit der Ukraine bekräftigt.

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Annette Kurschus, sowie der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, beklagen in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Botschaft, auf beiden Seiten würden Menschen sterben und "dem Wahn eines despotischen russischen Herrschers und seiner Vasallen zum Opfer fallen". Der Volkstrauertag wird in diesem Jahr am 13. November begangen.

Frieden sei über Generationen hinweg das fundamentale Ziel europäischer Einigungsbemühungen gewesen, schreiben die beiden leitenden Geistlichen. Man habe jedoch erlebt, wie die europäische Friedensordnung zerbrochen sei, heißt es in der Botschaft von Kurschus, die auch westfälische Präses ist, und Bätzing, dem Bischof von Limburg.

Der Krieg in der Ukraine sei der Überlebenskampf eines souveränen Staats gegen einen Aggressor. Zugleich sei es ein Kampf der Ukraine um Freiheit und Demokratie. Die Hoffnung auf eine humane Gesellschaft werde durch diesen Krieg "zutiefst erschüttert".

Kurschus und Bätzing dankten dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für seine Arbeit zur Erinnerung an die Schicksale der Opfer zweier Weltkriege. Damals wie heute dürfe man die Menschen, die unter Krieg und Gewalt litten, nicht vergessen: "In unseren Gebeten bitten wir Christus, unseren Erlöser und Erretter, dass er über unsere Welt seinen Frieden und wahre Versöhnung bringen möge."

Mehr zu Ukraine-Russland-Krise
Menschenkette
Eine 50 Kilometer lange Menschenkette zwischen Osnabrück und Münster soll zum Jahrestag des Ukraine-Krieges ein Zeichen für den Frieden setzen. Der evangelische Regionalbischof Friedrich Selter ruft zur Teilnahme auf.
Valerii Pylypenko hat schon in der Ukraine psychosoziale Beratung gewährt und arbeitet seit Juli für das Dekanat
Im evangelischen Dekanat Gräfenberg engagieren sie sich sehr für Geflüchtete aus der Ukraine. Mitfinanziert wird diese Hilfe auch über Mittel aus dem landeskirchlichen Projekt "Herberge 2.0".