Pfarrvereins-Vorsitzender abgewählt

Mund-Nasen-Schutz liegt auf der Straße

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Pfarrer Martin Michaelis hat wegen eines Auftritts bei Corona-Protesten viel Kritik auf sich gezogen. Deshalb wurde er jetzt als Vorsitzender des Thüringer Pfarrvereins abgewählt. (Symbolbild)

Nach Corona-Protesten
Pfarrvereins-Vorsitzender abgewählt
Der wegen seines Auftritts bei Corona-Protesten in die Kritik geratene Pfarrer Martin Michaelis ist vom Thüringer Pfarrverein von seinem Amt als Vorsitzender abgewählt worden.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sei ihm das Vertrauen entzogen worden, berichtete das Online-Portal meine-kirchenzeitung.de der Mitteldeutschen Kirchenzeitung "Glaube+Heimat" am 12. April. Insgesamt 98 Mitglieder stimmten demnach für die Abwahl, 36 dagegen, vier Mitglieder enthielten sich.

Michaelis habe die Abwahl angenommen, sagte der stellvertretende Vorsitzende Tillmann Boelter. Der Vorstand des Thüringer Pfarrvereins hatte sich den Angaben zufolge bereits am 28. Januar von Michaelis wegen dessen Teilnahme an einer Anti-Corona-Demo distanziert. Anfang März war Michaelis zudem von der Pfarrergesamtvertretung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) von seinem Amt als Vorsitzender entbunden worden, hieß es weiter.

Michaelis war nach seinem Auftritt bei einer Anti-Corona-Demo am 5. Dezember in Sonneberg in die Kritik geraten. Den Vorwurf, er habe mit seiner Rede zum "kollektiven Ungehorsam" aufgerufen, habe er zurückgewiesen. Der Pfarrer hatte mehrfach den Umgang der Kirchenleitung mit der Coronakrise kritisiert. Der Thüringer Pfarrverein ist der Berufsverband der Pfarrerschaft in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

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