Baerbock "beschämt" über Antisemitismus in Deutschland

Baerbock "beschämt" über Antisemitismus in Deutschland

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich "beschämt angesichts der Zunahme des Antisemitismus" in Deutschland geäußert. Bei einer Ansprache auf einer virtuellen Veranstaltung der jüdischen Organisation B'nai B'rith International sagte sie laut Redemanuskript am Montag: "Terroristische Angriffe auf Synagogen, Hassrede, Juden, die eine Kippa tragen und deshalb auf offener Straße in Berlin angegriffen werden, und Menschen, die gelbe Sterne mit der Aufschrift 'ungeimpft' bei Demonstrationen tragen - all das ist unerträglich." Auf solche Taten werde mit der ganzen Härte der Gesetze reagiert.

International wolle sie in der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken, die globale Arbeit gegen Holocaustverfälschung fortsetzen. "Für die neue deutsche Regierung ist und bleibt die Sicherheit Israels Staatsräson", fügte sie hinzu. "Wir erheben unsere Stimme gegen unbegründete Kritik und Hass gegen Israel." Deutschland unterstütze Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten und trete für die Zusammenarbeit zwischen Israel und den Palästinensern ein. "Wir glauben, dass eine auf dem Verhandlungsweg herbeigeführte Zweistaatenlösung die besten Chancen für beide Seiten bietet, friedlich Seite an Seite zu leben", sagte Baerbock.