EU-Kommission fordert mehr Forschung zu Corona-Folgen für Kinder

EU-Kommission fordert mehr Forschung zu Corona-Folgen für Kinder

Die EU-Kommission fordert intensivere Forschungsanstrengungen über die Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche. Das Wissen über die Probleme der jungen Menschen in der Covid-Krise müsse jetzt vertieft werden, es brauche einen evidenzbasierten Ansatz, sagte EU-Jugendkommissarin Mariya Gabriel den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Besonders problematisch für junge Leute seien nach ersten Analysen die Unterbrechung des Lernprozesses, die Beeinträchtigung psychischer Gesundheit mit Depressionen und Ängsten sowie ein deutlicher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit.

Kinder und Jugendliche hätten unter der Pandemie sehr gelitten, sagte Gabriel, die die auch für Bildung und Forschung zuständig ist. Sie sei aber nicht sicher, ob die langfristigen Folgen von allen richtig eingeschätzt würden.

Gabriel lobte zugleich "eine erstaunliche Mobilisierung und Engagement junger Menschen" in der Pandemie. "Sie haben generationsübergreifende Solidarität gezeigt", sagte sie. Dies müsse von der Gesellschaft auch anerkannt werden, sonst werde es in der nächsten Krise schwierig, junge Menschen zu mobilisieren. Die EU-Kommission habe daher 2022 zum "Jahr der Jugend" erklärt. "2022 ist denen gewidmet, die sich so sehr für andere eingesetzt haben", erläuterte Gabriel. Es gehe darum, jungen Leuten zuzuhören, sie zu beteiligen und dabei zu unterstützen, Chancen zu nutzen.