Kirchen erinnern an Corona-Opfer

Menschenkette durch die Worms

© epd-bild/Kristina Schäfer

Menschenkette durch die Wormser Fussgängerzone zum Gedenken an Corona Opfer am 17.1.2022.

Mahnwache in Worms
Kirchen erinnern an Corona-Opfer
In Worms sind am Montagabend rund 300 Menschen dem Aufruf der beiden großen Kirchen gefolgt und zu einer Mahnwache für die Corona-Opfer am örtlichen Lutherdenkmal zusammengekommen. Im Anschluss an ein ökumenisches Gebet bildeten sie eine Menschenkette durch die Wormser Fußgängerzone.

Das Denkmal für den Reformator ist seit einigen Wochen regelmäßig Treffpunkt für die sogenannten Spaziergänge von Gegnern der Corona-Maßnahmen. Auch am Montagabend trafen sich dort nach dem Ende der Mahnwache erneut rund 400 Personen zu einer nicht angemeldeten Versammlung.

Vor dem mit Kerzen geschmückten Denkmalspodest hatten die evangelische Dekanin Jutta Herbert und der katholische Dompropst Tobias Schäfer zunächst an die bisher 115 Wormser Corona-Toten erinnert. Herbert appellierte an die Menschen, nicht den Mut zu verlieren: "Das Tal wird ein Ende haben."

Dompropst Schäfer rief dazu auf, denjenigen beizustehen, die in der Pandemie besonders belastet seien. "Wir nehmen wahr: Unsere Gesellschaft ist tief gespalten", sagte er. Gerade jetzt sei das Land aber auf Solidarität angewiesen.

 

Teilnehmer der Mahnwache sagten dem Evangelischen Pressedienst (epd), sie seien auch gekommen, um ein Zeichen gegen die "Spaziergänge" der Maßnahmen-Gegner zu setzen. Sie wollten deutlich machen, dass die Mehrheit eine andere Meinung habe.

Mehr zu Coronavirus
Eine Person öffnet im Supermarkt einen Geldbeutel
In der Corona-Krise sind die Reichen reicher und die Armen zahlreicher geworden, sagt der Soziologe Christoph Butterwegge. Was dagegen helfen würde und warum finanzielle Ungleichheit die Demokratie gefährdet, erklärt er im Interview.
Die kurhessische Bischöfin Beate Hofmann vor der Marienkirche in Hanau
Zum Auftakt der Landessynode der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck hat Bischöfin Hofmann Waffenlieferungen an die Ukraine bejaht. Wie Frieden bei Russlands Angriffskrieg gestiftet werden könne, sei nicht einfach zu beantworten.