Bundesregierung verurteilt Versuch der Einschüchterung bei Köpping

Bundesregierung verurteilt Versuch der Einschüchterung bei Köpping

Die scheidende Bundesregierung hat den Fackelaufzug von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) scharf verurteilt. "Was da geschehen ist, ist zutiefst empörend", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Das sei nicht nur ein Angriff auf die Privatsphäre, "das ist auch ein Angriff auf die Demokratie", sagte er. Die Demonstranten wollten Angst machen. Darum könne es in einer demokratischen Auseinandersetzung nicht gehen.

Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, sagte, das sei "kein legitimer Protest" gewesen. Es handele sich um "organisierte Einschüchterung", bei der eine staatliche Repräsentantin bedroht worden sei.

Im sächsischen Grimma, südöstlich von Leipzig, waren am Freitagabend rund 30 Personen mit Fackeln vor das Haus von Gesundheitsministerin Köpping gezogen. Bei Eintreffen der Polizei flüchteten die Demonstranten. Der Vorfall löste parteiübergreifend Empörung aus.