UNHCR alarmiert über tödliche Gewalt in Nigeria

UNHCR alarmiert über tödliche Gewalt in Nigeria

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR äußert sich alarmiert über eine Welle tödlicher Gewalt im Nordwesten Nigerias. Bewaffnete Gruppen griffen Dörfer an, plünderten Häuser, entführten und töteten Bewohner, erklärte der UNHCR-Sprecher Boris Cheshirkov am Freitag in Genf.

Die Einwohner des nigerianischen Bundesstaates Sokoto nennen laut UNHCR die Angreifer "Banditen". Hintergrund seien Auseinandersetzungen zwischen Ackerbauern und Viehhirten. Sie streiten sich den Angaben nach um Land und Ressourcen.

Mehr als 11.500 Menschen seien vor den Attacken im November in das benachbarte Niger geflüchtet, hieß es weiter. Das UNHCR versorge dort die Menschen aus Nigeria, allerdings wachse die Not der Flüchtlinge. Insgesamt lebten in Niger 600.000 Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge, mehr als 200.000 davon stammten aus Nigeria. Viele Menschen aus Nigeria sind vor Terrorkommandos der islamistischen Gruppe Boko Haram geflüchtet.