Spendenaufkommen der Deutschen erreicht Rekordhöhe

Spendenaufkommen der Deutschen erreicht Rekordhöhe

Die Menschen in Deutschland haben im Jahr der Flutkatastrophe so viel wie noch nie seit Beginn der Erhebungen vor 16 Jahren gespendet. Zwischen Januar und September 2021 kamen nach Angaben des Deutschen Spendenrats rund 3,8 Milliarden Euro zusammen. Das sei das mit Abstand beste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2005, erklärte der Spendenrat am Donnerstag in Berlin.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Spendenniveau demnach um 14 Prozent. Die Prognose für das Gesamtjahr sieht laut Spendenrat unter Vorbehalt der weiteren Pandemieentwicklung ebenfalls sehr gut aus.

Rund 16,8 Millionen Menschen in Deutschland haben demzufolge zwischen Januar und September Geld gespendet. Deren Zahl erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent. Der prozentuale Anteil der Spender an der Gesamtbevölkerung stieg entgegen dem langjährigen Trend gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls um knapp zwei Prozent auf insgesamt rund 25 Prozent.

Der Betrag der durchschnittlichen Spende erreichte mit 40 Euro einen neuen Höchstwert seit Beginn der Erhebungen, wie es hieß. Der bisher höchste Wert betrug 37 Euro und wurde im Vorjahreszeitraum erreicht.

Die humanitäre Hilfe stellt demnach den Angaben zufolge mit knapp 80 Prozent erneut den Hauptanteil der Spenden. Für Not- und Katastrophenhilfe ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine mehr als doppelt so hohe Summe ein. Geldspenden für Flüchtende sanken dagegen um 30 Prozent auf knapp 210 Millionen Euro. Das steigende Gesamtspendenvolumen in der Not- und Katastrophenhilfe beruhe vermutlich vor allem auf den Spenden für Fluthilfeprojekte, hieß es.