UN: Milizen töten Dutzende Menschen bei Massakern im Kongo

UN: Milizen töten Dutzende Menschen bei Massakern im Kongo

Das Hilfswerk UNHCR äußert sich entsetzt über eine Serie von Massakern an Binnenflüchtlingen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Milizionäre hätten bei Überfällen Dutzende Menschen mit Messern, Macheten und Schusswaffen verletzt und getötet, sagte UNHCR-Sprecher Boris Cheshirkov am Dienstag in Genf.

Am vergangenen Sonntag hätten Bewaffnete ein Camp in der Provinz Ituri angegriffen und 26 Menschen getötet, darunter zehn Frauen und neun Kinder. Elf Menschen seien verwundet worden. Bei Massakern früher im November seien 50 weitere Binnenflüchtlinge getötet worden, darunter Kinder. Zudem hätten die Angreifer mehr als 2.000 Unterkünfte für die Vertriebenen beschädigt oder zerstört. Zehntausende Menschen seien geflohen.

Bei den Tätern könne es sich um Mitglieder der Gruppe "Coopérative pour le développement économique au Congo" (Codeco) handeln. Insgesamt sind laut UNHCR innerhalb der Demokratischen Republik Kongo rund 5,6 Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Milizen, Polizeieinheiten und der Armee. Die Zahl der Binnenflüchtlinge in dem Land habe sich allein seit Jahresbeginn um 400.000 erhöht.