"Sea-Watch 4" mit 461 Flüchtlingen darf Sizilien anlaufen

"Sea-Watch 4" mit 461 Flüchtlingen darf Sizilien anlaufen
Erleichterung auf der "Sea-Watch 4": Nach mehreren Tagen Wartezeit darf das Rettungsschiff den Hafen Augusta auf Sizilien anlaufen. Zuletzt hatte sich die Lage an Bord verschlechtert.

Die "Sea-Watch 4" hat am Freitagnachmittag einen Hafen zugewiesen bekommen. Die 461 im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge und Migranten dürfen in Augusta auf Sizilien an Land gehen, wie die Betreiberorganisation Sea-Watch auf Twitter mitteilte. Zuvor hatte die Crew des Rettungsschiffes wegen des schlechten Wetters den Notstand an Bord ausgerufen.

Die Crew der "Sea-Watch 4" hatte die Menschen seit vergangenem Donnerstag bei sieben Einsätzen gerettet. Mehrere Flüchtlinge und Migranten mussten bereits wegen gesundheitlicher Probleme von der italienischen Küstenwache evakuiert werden. In der Nacht zu Freitag verloren nach Angaben der Seenotretter vier Menschen wegen der Kälte das Bewusstsein.

Das Mittelmeer zählt zu den tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bislang mindestens 1.645 Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen oder werden vermisst.