Enquete-Kommission zu Ahrtal-Katastrophe tagt erstmals

Enquete-Kommission zu Ahrtal-Katastrophe tagt erstmals

In Mainz ist am Mittwoch die vom rheinland-pfälzischen Landtag eingerichtete Enquete-Kommission zur Hochwasser-Katastrophe in der Eifel zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen. Das Gremium will zunächst bis Mitte kommenden Jahres über notwendige Konsequenzen aus der Flutnacht für den Katstrophenschutz beraten. Danach soll es darum gehen, wie die Flächennutzung in Flussregionen an den Klimawandel angepasst werden kann. Sitzungen sind im Monatsrhythmus geplant. Zur Vorsitzenden der Kommission wurde am Mittwoch die Grünen-Abgeordnete Lea Heidbreder gewählt.

Es gehe darum, dass sich ein Unglück von derartigem Ausmaß in Rheinland-Pfalz nicht mehr wiederholt, erklärte Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD). Zum Auftakt der Sitzung räumte er ein, dass es noch lange dauern werde, bis in den Flutregionen wieder so etwas wie Normalität und Alltag einkehren könnten: "Es werden seelische Wunden bleiben, die nie ganz heilen."

Der Landtag hatte im August einstimmig die Einrichtung der Kommission beschlossen, in die alle Fraktionen Vertreter entsendet haben. Parallel zur Enquete-Kommission wird die Flutkatastrophe vom Landtag auch in einem Untersuchungsausschuss aufgearbeitet. Er befasst sich vor allem damit, welche Fehler im Vorfeld und unmittelbar nach der Flutwelle begangen wurden und wer dafür die politische Verantwortung trägt.

Bei der Starkregenkatastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli waren im Ahrtal 134 Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen werden bis heute vermisst.