Regierung der Zentralafrikanischen Republik verkündet Waffenruhe

Regierung der Zentralafrikanischen Republik verkündet Waffenruhe

Die Regierung der Zentralafrikanischen Republik hat eine einseitige Waffenruhe zur Beendigung des Bürgerkrieges erklärt. Um dem Frieden eine Chance zu geben, würden alle militärischen Aktivitäten gegen Rebellen auf dem gesamten Staatsgebiet beendet, erklärte Präsident Faustin-Archange Touadéra in einer Ansprache am Freitagabend. Seit dem Sturz des früheren Präsidenten Francois Bozizé im Jahr 2013 kommt es in dem Land zu blutigen Kämpfen, durch die seither rund ein Viertel der Bevölkerung vertrieben wurde.

Präsident Touadéra sagte, die Verkündung der Waffenruhe habe auch humanitäre Gründe. So solle die Zivilbevölkerung gegen Gewalt geschützt und der Zugang humanitärer Hilfe sichergestellt werden. Die Waffenruhe sollte um Mitternacht in der Nacht zum Samstag in Kraft treten. Ob sich auch Rebellengruppen daran halten, blieb zunächst offen. Touadéra kündigte an, die Gespräche mit Rebellen wieder aufnehmen zu wollen. "Es kann keinen echten Frieden geben, außer durch einen ehrlichen Dialog zwischen den Söhnen und Töchtern eines durch endlose Krisen auseinandergerissenen Landes", sagte er.

In der Zentralafrikanische Republik herrscht seit dem Sturz von Präsident Bozizé im März 2013 ein blutiger Konflikt. Von den knapp fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sind nach UN-Angaben mehr als 1,2 Millionen Menschen auf der Flucht. Im vergangenen Dezember hatten sich mehrere Milizen zum Bündnis CPC zusammengeschlossen, das sich immer wieder schwere Kämpfe mit der zentralafrikanischen Armee und internationalen Truppen liefert.