UNO-Flüchtlingshilfe: Immer mehr Flüchtlinge müssen hungern

UNO-Flüchtlingshilfe: Immer mehr Flüchtlinge müssen hungern

Die UNO-Flüchtlingshilfe warnt vor einer sich weiter verschlechternden Versorgungssituation geflüchteter Menschen. "Die zunehmende Gewalt in vielen Ländern, Langzeitkonflikte ohne Aussichten auf eine friedliche Lösung sowie der Klimawandel haben die Ernährungslage für geflüchtete Menschen verschlimmert. Die Corona-Pandemie hat die Notlage noch verschärft", sagte der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer, am Freitag in Bonn anlässlich des Welternährungstages (16. Oktober). Wenn jetzt nicht schnellstens zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt würden, könnte sich die Lage weiter zuspitzen.

Besonders Menschen auf der Flucht seien aufgrund ihrer unsicheren Lebenssituation von Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung betroffen, hieß es. Nicht selten sei Hunger ein Auslöser für Konflikte - ebenso wie ein Fluchtgrund für Menschen, wenn im Krieg Ernten und Felder zerstört werden. Zu den Ländern mit der weltweit schlechtesten Lebensmittelversorgung gehöre derzeit Afghanistan. Laut einer Untersuchung des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) haben 95 Prozent der afghanischen Haushalte nicht genug zu essen.