Nordturm des Kölner Doms bald ohne Gerüst

Spezialkran steht vor dem Dom

© Rolf Vennenbernd/dpa/Rolf Vennenbernd

Der Spezialkran steht vor dem Kölner Dom, um das Gerüst am Nordturm zu entfernen. Am Donnerstag, den 7.10.201 ist es wohl soweit.

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Nordturm des Kölner Doms bald ohne Gerüst

Köln (epd). Mit einem speziellen Schwerlastkran soll am Donnerstag das Hängegerüst am Nordturm des Kölner Doms abgenommen werden. Das rund 30 Meter hohe Gerüst hängt seit zehn Jahren in 105 Metern Höhe an der Nordwestecke des Turms, wie die Dombauhütte am Mittwoch in Köln mitteilte. Die bereits für Dienstag geplante Abnahme musste wegen zu starken Windes verschoben werden.

Teile des Gerüstes haben die Gerüstbauer der Dombauhütte den Angaben zufolge bereits in den vergangenen Monaten ausgebaut. Die restlichen Elemente haben demnach noch immer ein Gewicht von etwa zehn Tonnen. Sie sollen in drei Stücken vom Turm abgenommen und im Laufe der kommenden Wochen am Boden in Einzelteile zerlegt werden.

Der eingesetzte Hydraulikkran kann nach Angaben des Schwerlastlogistik-Unternehmens eine maximale Höhe von etwa 124 Metern und eine Hakenhöhe von 117 Metern erreichen und hat eine Tragkraft von 700 Tonnen. Da die Domplatte aufgrund der Tiefgarage das 175 Tonnen schwere Fahrzeug nicht tragen kann, wird es in 65 Metern Entfernung aufgebaut und muss die Entfernung mit seinem Ausleger überbrücken.

Das Gerüst ist nach Angaben der Dombauhütte bereits das dritte Hängegerüst am Nordturm. Auslöser für den Beginn der Restaurierungsarbeiten war demnach ein Steinschlag während eines schweren Sturmes im November 1984. Die Restaurierungsarbeiten an den Türmen begannen 1996 mit dem Aufbau des ersten Hängegerüsts an der Südwestecke des Nordturms, das bis 2006 benutzt wurde. Das zweite Gerüst befand sich von Frühjahr 2002 bis 2013 an der Südostecke des Turms.

In den kommenden Jahren soll noch die Restaurierung der Nordostecke des Turms erfolgen, kündigte die Dombauhütte an. Das hierfür benötigte Hängegerüst werde allerdings frühestens 2023 aufgebaut, um im Jubiläumsjahr 2022, in dem sich die Weihe des Domchores zum 700. Mal jährt, die Westfassade weitgehend gerüstfrei zu halten.