Antisemitischem Angriff in Hamburg: Tatverdächtiger gefasst

Antisemitischem Angriff in Hamburg: Tatverdächtiger gefasst

Nach einem antisemitischen Angriff Mitte September in Hamburg hat die Polizei in Berlin einen Tatverdächtigen gefasst. Es handelt sich um einen 16-jährigen Deutschen, der in der Hauptstadt wohnt, wie die Polizei Hamburg mitteilte. Am Dienstagmorgen durchsuchten Ermittler seine Wohnung.

Am 18. September hatte eine Gruppe von mehreren Personen die Teilnehmer einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus in der Hamburger Innenstadt antisemitisch beleidigt. Ein Angreifer schlug einem 60-jährigen Teilnehmer mit der Faust ins Gesicht, wodurch dieser einen Nasen- und Jochbeinbruch erlitt.

Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes konnte nach Auswertung von Videomaterial einen Tatverdächtigen identifizieren. Bei der Hausdurchsuchung am Dienstag stellten die Ermittler mutmaßliche Beweismittel sicher und trafen neben dem Tatverdächtigen auch dessen 14-jährigen Bruder an, der nach Angaben der Polizei eine der Begleitpersonen bei dem Angriff gewesen sein könnte.

Da keine Haftgründe vorlagen, wurde der 16-Jährige wieder auf freiem Fuß gesetzt, bis ein Gericht entschieden hat, ob es zu einer Anklage kommt.