Wahl-O-Mat so häufig genutzt wie nie zuvor

Wahl-O-Mat so häufig genutzt wie nie zuvor

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist zur diesjährigen Bundestagswahl so häufig genutzt worden wie nie zuvor. Das Online-Tool, mit dem Nutzer ihre Positionen mit denen der zur Wahl antretenden Parteien abgleichen konnten, wurde in der Zeit vom 2. bis 26. September insgesamt 21.251.706 Mal durchgespielt, wie die Bundeszentrale am Montagabend in Berlin mitteilte. Zur Bundestagswahl 2017 wurde der Wahl-O-Mat insgesamt 15.693.732 Millionen Mal genutzt. Das war ein Anstieg um 35 Prozent.

Der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger, betonte, der Wahl-O-Mat sei eines der wichtigsten Informationsangebote im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 gewesen. "Gerade wenn es spannend wird, schauen viele Wählerinnen und Wählern nochmals genauer auf die Positionen der Parteien", erklärte er. "Mit dem Wahl-O-Mat macht das auch noch Spaß!"

Der Wahl-O-Mat ging erstmals 2002 an den Start und wurde seither vor mehr als 50 Wahlen rund 100 Millionen Mal genutzt, wie es weiter hieß. Mit dem Tool können sich Nutzerinnen und Nutzer durch von den Parteien autorisierte Thesen zu verschiedenen Politikfeldern klicken. Diese werden dann mit den Positionen aus den Wahlprogrammen verglichen. Am Ende erfahren die Nutzer, wie viele Übereinstimmungen sie mit den jeweiligen Parteien haben. Neu gegenüber der Bundestagswahl 2017 war in diesem Jahr etwa, dass einzelne der insgesamt 38 Thesen gewichtet werden konnten.

Dem vorläufigen Ergebnis der Bundestagswahl zufolge ist die SPD stärkste Kraft im neu gewählten Bundestag, knapp vor den Unionsparteien.