Kinderärzte-Präsident: Impfpflicht für bestimmte Berufe erwägen

Kinderärzte-Präsident: Impfpflicht für bestimmte Berufe erwägen

Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat eine Corona-Impfpflicht für Erzieherinnen, Lehrkräfte sowie Beschäftigte in Gesundheitsberufen und der Pflege ins Gespräch gebracht. "Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken", sagte Fischbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Wer mit vulnerablen Gruppen zu tun hat und die eigene Immunisierung ablehnt, hat seinen Verstand ausgeschaltet", sagte er.

Neben der Politik sieht Fischbach auch Betriebsärzte von Kliniken in der Verantwortung: "Sie müssen aufklären und das medizinische Personal an seine Pflicht erinnern, kranken Menschen zu helfen und sie vor Ansteckungen zu schützen."

Derzeit sind in Deutschland laut Robert Koch-Institut 64 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 67,7  Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.