Touristenkirche führt multimediales Info-Tool ein

Daniela Ditz-Sievers und Roland Sievers in der Obertsdorfer Christuskirche

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Seit Neuestem gibt es in der Christuskirche in Oberstdorf einen Touchscreen mit einem multimedialen Kirchenführer.

Interaktives Pilotprojekt
Touristenkirche führt multimediales Info-Tool ein
Die Oberstdorfer Christuskirche führt an diesem Donnerstag (23. September) offiziell einen multimedialer Kirchenführer ein. Das Pilotprojekt soll Besuchern helfen, sich in dem Raum zurecht zu finden.

Über einen Touchscreen können Besucher der Oberstdorfer Kirche beispielsweise verschiedene Elemente im Kirchenraum beleuchten lassen, während auf dem Bildschirm die Infos dazu erscheinen, teilte die bayerische evangelische Landeskirche am Dienstag in München mit. Darüber hinaus bietet der Kirchenführer eine digitale Zeitleiste, mehrere von der Kantorin eingespielte Orgelstücke, ein Gästebuch oder auch Spiele für junge Besucher.

Der landeskirchliche Referent für Kirche und Tourismus, Thomas Roßmerkel, sagte: "Die Besucher können sich so eine Kirche einmal in unterschiedlichster Weise selbst aktiv erschließen und im Kirchenraum neue und ungewöhnliche Erfahrungen machen."

Zum Beispiel kann man über den Bildschirm ein Gebetsanliegen eintragen - anonym oder auch mit Namen - und anschließend frei nach dem Bibelwort "Wirf dein Anliegen auf den Herrn!" per Beamer an die Altarwand projizieren lassen. Die klassische analoge Gebetswand in der Kirche bleibe dennoch weiterhin bestehen.

Der multimediale Kirchenführer ist ein gemeinschaftliches Pilotprojekt der Landeskirche, der evangelischen Gästeseelsorge in Oberstdorf und der Abteilung Vernetzte Kirche im Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV), dem zentralen evangelischen Medienhaus in Bayern mit Sitz in München. Der Kirchenführer soll fast während der gesamten Öffnungszeiten der Kirche von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung stehen - außer in einer Phase der Stille zwischen 12 und 14 Uhr sowie während Gottesdiensten und Veranstaltungen, heißt es in der Projektbeschreibung.

Der Kirchenführer richtet sich vor allem an Gäste und Urlauber. Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt im Allgäu sollen ähnlichen Projekten in touristisch geprägten Orten und Innenstadtkirchen zugute kommen, teilte die Landeskirche weiter mit.

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