"Kirchen sollten sich an Impfkampagne beteiligen"

Eine "Mobile Impfstation" im Impfbus steht im Landkreises Vechta

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ein umfunktionierter Linienbus dient als mobile Impfstation im Landkreis Vechta. Die deutschlandweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft zeigt auf Ihrer Webseite eine Karte mit mobilen Impfstationen.

Antisemitismusbeauftragter
"Kirchen sollten sich an Impfkampagne beteiligen"
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, ruft die christlichen Kirchen zu einem stärkeren Engagement für die Impfung gegen das Coronavirus auf.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland habe bereits im Frühjahr Gemeindemitglieder zur Impfung aufgefordert, sagte Klein dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Auch muslimische Verbände und Moscheegemeinden hätten "in ihren Communities schon erfolgreich für Impfungen geworben".

"Als evangelischer Christ wünsche ich mir, dass dies nun auch die Kirchen verstärkt in Deutschland tun, gerade im Hinblick auf das Gebot der Nächstenliebe", sagte Klein. "Die Impfung schützt uns Einzelne, unsere Nächsten und unsere ganze Gesellschaft."

Die kommende deutschlandweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft sei auch eine gute Gelegenheit dafür, antisemitischen Verschwörungsmythen im Zusammenhang mit der Impfkampagne entgegenzutreten, sagte der Beauftragte. Religionsgemeinschaften und andere zivilgesellschaftliche Akteure sollten auch deshalb ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und zum Impfen aufrufen oder eigene Impfaktionen durchführen. "Zeigen wir Judenhass und Demokratiefeindlichkeit die rote Karte und werben weiter für die Impfung, denn sie ist der sicherste Ausweg aus der Pandemie", sagte Klein.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hatte am Mittwoch in einem eindringlichen Appell Erwachsene aufgerufen, sich zum Schutz von Kindern impfen zu lassen. "Kinder können sich nicht impfen lassen. Wir können sie nur schützen, wenn wir Erwachsene, die die Chance dazu haben, es tun", erklärte er in Brüssel. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appellierte am Mittwoch erneut an noch nicht gegen das Coronavirus geimpfte Menschen, sich immunisieren zu lassen.

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