"Helfer brauchen Solidarität über lange Zeit"

Evakuierung aus Afghanistan durch Bundeswehr

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Zwischen Koffern eingeklemmt sitzen afghanische Ortskräfte am vergangenen Mittwoch an Bord eines Flugzeugs der Bundeswehr und werden von Kabul nach Taschkent ausgeflogen."Vor allem die Menschen, die aus Afghanistan fliehen müssen, weil sie als Helfer der internationalen Gemeinschaft gelten: Sie alle verdienen das Interesse und die Solidarität unserer gesamten Gesellschaft", sagte Militärseelsorger Walter Linkmann.

Militärseelsorge
"Helfer brauchen Solidarität über lange Zeit"
Der Sprecher der Evangelischen Militärseelsorge in der Bundeswehr, Walter Linkmann, appelliert an die Deutschen, sich um Bundeswehrsoldaten und Ortskräfte aus Afghanistan zu kümmern.

Seine Bitte sei, "dass wir dieses Thema nicht an die Militärseelsorge, die Bundeswehr oder die Regierung delegieren", sagte Linkmann der Berliner Wochenzeitung "Die Kirche" (Ausgabe 22. August).

"Die Soldatinnen und Soldaten, die anderen Deutschen, die aus Afghanistan evakuiert werden, und vor allem die Menschen, die von dort fliehen müssen, weil sie als Helfer der internationalen Gemeinschaft gelten: Sie alle verdienen das Interesse und die Solidarität unserer gesamten Gesellschaft", sagte der Sprecher der Militärseelsorge. Und das nicht nur für ein paar Stunden oder Tage, "sondern über lange Zeit", so Linkmann.

Nach der überraschend schnellen Machtübernahme der Taliban geht es laut Linkmann jetzt nur darum, Leben zu retten. "Wenn wir jetzt über die Meldungen aus Afghanistan erschüttert sind, müssen wir unsere Anstrengungen dareinsetzen, Lösungen zu finden, die Menschenleben retten. Das ist ungleich wichtiger, als Kommentare von der Seitenlinie zu geben."

Über das Einsatzführungskommando der Bundeswehr sei die Militärseelsorge auch aktuell in den Informationsfluss eingebunden, sagte Linkmann. Gegenwärtig seien mehrere Militärgeistliche in Rufbereitschaften.

Laut Bundesverteidigungsministerium gibt es derzeit etwa 100 evangelische und 80 katholische Militärpfarrämter. Zudem gibt es seit Juni einen Militärrabbiner.

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