Diakonie sammelt 25 Millionen Euro für Flutopfer

Nach der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz

© Thomas Frey/dpa

Bagger laden Bauschutt und Treibgut auf LKWs in dem von der Hochwasserkatastrophe zerstörten Ort.

Katastrophenhilfe
Diakonie sammelt 25 Millionen Euro für Flutopfer
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat bislang rund 25 Millionen Euro Spenden für die westdeutschen Flutregionen eingenommen. Ein Großteil sei über den Aufruf des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe im ZDF eingenommen worden.

Das sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerkes, Dagmar Pruin am Donnerstag in Berlin. Als schnelle Soforthilfe habe man nun vier Millionen Euro bereitstellen können, die unbürokratisch als Bargeld direkt an die Betroffenen gegangen seien.

"Die Menschen wissen selbst am besten, wie sie sich und ihre Familien aus der ersten großen Not befreien können", sagte Pruin. Ferner würden unter anderem Bautrockner verteilt, damit die vom Hochwasser Betroffenen so schnell wie möglich mit der Renovierung der Häuser beginnen könnten. Finanzielle Hilfen für Möbel und Hausstand gebe es außerdem. Ansprechpartner vor Ort seien die lokalen diakonischen Einrichtungen.

Pruin äußerte die Befürchtung, dass wegen des Klimawandels diese Art von Katastrophen mehr und mehr zur Regel werden. Daher brauche es weltweit, aber auch in Deutschland, deutlich höhere öffentliche Investitionen in die Vorsorge, den Bau von Dämmen, Rücklaufbecken oder Schutzräumen.

Mehr zu Hochwasser
Gruppenfoto vor Inklusions-Hotel in Bad Neuenahr
Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Inklusionshotel eröffnet.
Pfarrer Bernd Bazin vor der zerstörten Fußgängerbrücke nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021 im Ahrtal
"Die Flut hat meinen ursprünglichen Job weggespült", sagt Bernd Bazin. Der evangelische Pfarrer und Seelsorger war Anfang 2020 eigentlich für das Projekt "Kirche auf der Landesgartenschau" an die Ahr gekommen.