Mutmaßlicher Kriegsverbrecher in Berlin festgenommen

Mutmaßlicher Kriegsverbrecher in Berlin festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch einen Syrier in Berlin verhaften lassen. Dem Beschuldigten würden Kriegsverbrechen, Mord in sieben Fällen und gefährliche Körperverletzung in drei Fällen vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Laut Haftbefehl wird der Mann verdächtigt, im März 2014 in Damaskus aus einer Panzerabwehrwaffe eine Granate in eine Menschenmenge geschossen zu haben. Bei den Menschen handelte es sich den Angaben zufolge um Zivilisten, die auf die Ausgabe von Lebensmittelpaketen warteten. Bei der Attacke seien mindestens sieben Personen ums Leben gekommen. Wenigstens drei weitere Menschen, darunter ein sechsjähriges Kind, seien verletzt worden.

Der Beschuldigte war den Angaben zufolge zum Tatzeitpunkt Mitglied der Gruppierung "Free Palestine Movement". Zuvor gehörte er der "Volksfront zur Befreiung Palästinas Generalkommando" an. Zu Beginn des Bürgerkrieges in Syrien riegelte diese Miliz ein aus einem palästinensischen Flüchtlingslager entstandenes Viertel im Auftrag des syrischen Regimes vollständig ab. Die Bewohner litten unter Nahrungs- und Wassermangel.