Studie empfiehlt für Insektenschutz Uferstreifen von 20 Metern Breite

Studie empfiehlt für Insektenschutz Uferstreifen von 20 Metern Breite

Für einen effektiven Insektenschutz empfiehlt eine Studie an allen Gewässern Randstreifen von mindestens 20 Metern Breite. Gewässerrandstreifen seien nicht nur eine Pufferzone gegen Pestizid-und Düngeeinträge, sondern böten unterschiedlichen Insektengruppen perfekte Lebensbedingungen, sagte der Biologe und Studienleiter Jochem Kail am Dienstag in Berlin. Für die Studie werteten Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen im Auftrag des Naturschutzbundes (Nabu) die Daten von mehreren hundert Untersuchungen aus.

Seien Gewässerrandstreifen breiter als zehn Meter, würden Pflanzenschutz- und Düngemittel effektiv gefiltert und somit in deutlich geringerem Maße in die Gewässer eingespült. Aufgrund dieser Filterleistung seien diese ersten zehn Meter aber auch belastet, sagte Kail. Dementsprechend brauche es neben diesem ersten Pufferstreifen noch Lebensraum in einer Breite von weiteren zehn Metern, in dem die Insekten natürliche Verhältnisse vorfinden.

Mit dem im Juni auf Bundesebene beschlossenen Insektenschutzpaket sei zwar auf politischer Ebene ein erster Schritt gemacht worden, aber die Maßnahmen reichten bei weitem nicht aus, um die Bestände effektiv zu schützen, sagte die Nabu-Referentin für Biodiversität und Entomologie, Laura Breitkreuz. Unter anderem enthält das Paket ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Uferstreifen auf einer Breite von fünf bis zehn Metern.